Störfeld – Therapie
Mit diesem Begriff wird die Behandlung, beziehungsweise die Ausschaltung eines Störfeldes durch Unterspritzung mit Lokalanästhetika (Procain) bezeichnet.
Es ist wichtig zu verstehen, dass es keine örtliche Betäubung ist, die den Behandlungserfolg ausmacht, sondern die Informationsunterbrechung der sogenannten Fehlimpulse (biokybernetisches Therapieverfahren).
Häufig bedingte Störfelderkrankungen sind zum Beispiel: Durchblutungsstörungen, Migräne, Trigeminusneuralgie-Gesichtsschmerz, chronische Nebenhöhlenentzündungen, Schilddrüsenerkrankungen, hormonelle Störungen, chronische Oberbaucherkrankungen u.a.
Ziel der neuraltherapeutischen Störfeldbehandlung ist immer, den erkrankten Organismus in die Lage zu versetzen, seine gestörte Ordnung selbst wiederherzustellen (Selbstheilungs – und Regulationstherapie).
Wie ist das therapeutische Vorgehen?
Wie bei allen ganzheitlichen Therapieverfahren versucht der Therapeut durch eine genaue Erhebung der Krankengeschichte den Weg der zur Krankheit geführt hat, bis zum Ursprung zurückzuverfolgen. Jede noch so belanglos erscheinende Angabe des Patienten kann letztendlich entscheidend sein. Wichtig sind neben den Angaben durchgemachter Erkrankungen, Verletzungen und Operationen, auch Berichte über die bisher durchgeführten Behandlungen, Medikamente und deren Resultate. Anhand der Angaben des Patienten und des anschließenden Untersuchungsbefundes werden dann der Ort und die Reihenfolge der Injektionen festgelegt. Bei der Wiederbestellung ca. 1 Woche später, wird der Patient nach allen Symptomen, die er in der Zwischenzeit wahrgenommen hat, befragt: Hat sich ein Störfeld gemeldet? Ist es zu einer Verschlimmerung der Beschwerden gekommen? Bemerkt er z.B. einen verbesserten Schlaf, mehr Leistungsfähigkeit, eine bessere Stimmung? Wie lange hielt die Schmerzfreiheit nach der Therapie an?
Wie lange dauert die Behandlung?
Manche verspüren schon nach der ersten Behandlung eine deutliche Besserung und sind nach zwei oder drei Behandlungen beschwerdefrei. Viele kommen mit einem bestimmten Symptom und möchten dann auf Grund ihrer guten Erfahrungen die Therapie auch bei anderen Beschwerden in Anspruch nehmen. Nach ca. 6-8 Behandlungen geht es den meisten Patienten deutlich besser. Es gibt aber leider auch Betroffene, denen nicht geholfen werden kann, denn eine Allheiltherapie ist auch die Neuraltherapie nicht. Hier muß dann erneut an die Ursachenforschung gedacht werden um einen anderen Weg der Heilung zu erreichen.
Was sagen denn die Schulmediziner zu dieser Therapieform?
Schulmediziner fragen, wie auch bei all den anderen ganzheitlichen Therapieverfahren, immer nach der Wissenschaftlichkeit einer Methode. Diese Frage ist bereits dadurch positiv beantwortet, dass sich physiologischen Grundlagen und anatomischen Gegebenheiten, auf die sich die Neuraltherapie stützt, Allgemeingut der Medizin sind. Was bisher noch fehlt, ist eine Nachweismethode, mit der die Impulse und Fehlimpulse des vegetativen Nervensystems direkt gemessen werden können.
Im Grunde sollte uns allen klar sein, dass es nur eine Medizin gibt, die sich aus sehr unterschiedlichen Methoden und Denkweisen zusammensetzt. Das primäre Ziel ist die Behandlung von Patienten, wobei Wirkungen und Nebenwirkungen der verschiedenen Therapieformen immer wieder neu zu überdenken sind. Das Resultat einer Behandlung muß dabei immer das unbestechliche Kriterium für die Bewertung der Behandlungsmethode sein, und nicht die l ückenlose Nachweislichkeit der Wirkung einer Methode! Wie sagt man immer so schön? Wer heilt hat Recht.”
Ganz allgemein wächst aber inzwischen die Akzeptanz der Naturheilverfahren! So sind in der neuen Ausbildungsordnung für Ärzte seit 2004 Naturheilverfahren verpflichtend vorgeschrieben. An der Universität Heidelberg und Rostock werden Homöopathie, Phytotherapie und klassische Naturheilverfahren gelehrt. Als viertes Fach können die Studenten zumindest in Heidelberg zwischen Akupunktur, anthroposophischer Medizin und Neuraltherapie wählen.
